Ausdruck der Webseite von http://www.waldthurn.de
Stand: Freitag, 28. Januar 2022 um 04:31 Uhr
Sie sind hier: AktuellesUntersaaten erfreuen nicht nur Regenwürmer
  • Deutsch
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Besucher und Gäste,

als Bürgermeister freue ich mich sehr, Sie auf der Homepage unseres schönen Marktes begrüßen zu dürfen.
Die Website soll Ihnen einen ersten Eindruck vermitteln und Hilfestellung bieten, Sie aber gleichzeitig über alles
Interessante und Wissenswerte rund um unsere Marktgemeinde auf dem Laufenden halten.

Josef Beimler
Erster Bürgermeister

Untersaaten erfreuen nicht nur Regenwürmer

Wasserschutzberater Michael Lukas referiert über den Vorteil

der Aussaat einer zweiten Frucht für den Wasserschutz


Wasserschutz durch Untersaaten im Mais ist das Thema. Waldthurns Wasserspezialistin Christine Griesbach hatte dazu auf das Maisfeld von Georg Bock, welches am Wildfang kurz nach Lennesrieth liegt, eingeladen.
"Unsere Bauern im Waldthurner Land säen Zwischenfrüchte und tun was für unser Wasser", stellte Christine Griesbach vom Sachgebiet Wasserschutz der Marktgemeinde Waldthurn fest. Zwischen dem Lennesriether Kreuz und Irlhof nach Albersrieth liegen 89 Hektar Wasserschutzgebiet, das 11 Landwirte bewirtschaften. Zum "Wasserschutz durch Untersaaten" informierte Wasserschutzberater Michael Lukas vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Weiden.
 
 
 
Untersaaten in Mais können in Wasserschutzgebieten vor Winter noch viel Nitrat in Stängeln und Blättern speichern. Zusätzlich können sie im Mais beim Erreichen der Ziele des Erosionsschutzkatasters, der Humusbilanz sowie zur Minderung von Stickstoffausträgen in Wasserschutzgebieten helfen. Aber auch abseits der direkten Auflagen, die einen Anbau etwa wegen Erosionsschutz erfordern, möchten viele Landwirte nicht mehr auf die Aussaat von Untersaaten verzichten.
Untersaaten bringen im Mais vielfältige Vorteile, vor allem für die Bodenfruchtbarkeit. Davon ist auch Lukas überzeugt und probierte daher zusammen mit Landwirt Georg Bocka aus Irlhof Saattechniken zur Etablierung einer Untersaat im Mais aus. Der Anbau von Silomais hat eine stark negative Humusbilanz zur Folge. Diese kann durch den Einsatz von Untersaaten teilweise wieder ausgeglichen werden. Durch die Aussaat von 15 Kilogramm pro Hektar Untersaaten können bis zu 200 Kilogramm pro Hektar Humus produziert werden. Dabei findet der Humusaufbau im Boden durch die enorme Wurzelmasse der Gräser statt.
 
Die gute Durchwurzelung des Bodens fördert die biologische Aktivität der Mikroorganismen und Regenwürmer, wodurch die Aggregatstabilität des Bodens gestärkt wird. Besonders der hohe Anteil an Feinwurzeln, wie bei dem Landsberger Gemenge, sorgt für Gefügestabilität. Die Tragfähigkeit der Böden wird verbessert, was dem Landwirt bei der Maisernte zugute kommt.
Versuche aus dem Ökolandbau belegen zudem eine Unterdrückung von Unkräutern durch Untersaaten von bis zu 50 Prozent. Zusätzlich nimmt die Untersaat überschüssigen Stickstoff aus dem Boden aus, der somit vor Auswaschung geschützt wird. Die Untersaat kann den Stickstoff, der im Boden mineralisiert wird, aufnehmen und in Biomasse umwandeln, auch wenn der Mais seinen "N-Bedarf" erreicht hat. Das hilft beim Einhalten der Wasserrahmenrichtlinie und senkt Nitratausträge ins Grundwasser.
Kontakt   |   Datenschutzerklärung   |   Impressum
 
Gemeindeverwaltung
Vohenstraußer Str. 16
92727 Waldthurn
Kontakt
Tel: 09657 / 922 035 - 0
Fax: 09657 / 922 035 - 20
E-Mail:
Web: www.waldthurn.de
Social: Instagram
Öffnungszeiten
Montag bis Freitag
07:30 bis 12:00 Uhr
Donnerstag zusätzlich
von 13:00 bis 18:30 Uhr
© 2014 | Markt Waldthurn